Es gibt eine Reihe von Organisationen, die in Verbindung mit der Akademie stehen oder deren führende Mitglieder als Referent_innen auf dem Kongress erwartet werden. Die vier wichtigsten sind:

Wuestenstrom
Wuestenstrom ist eine psychologische Beratungsorganisation, deren Hauptaufgabe die Heilung von Homosexualität zu sein scheint. Auf der Homepage wird unter dem Schwerpunkt Missbrauch erwähnt, dass Homosexualität eine Folge von Missbrauch sein kann. Im Schwerpunktartikel zu Homosexualität heißt es, das Ziel ist das Aufbrechen vom „Problem der Homosexualität“ und der „homosexuellen Illusion.“ Der Leiter von Wuestenstrom Markus Hoffmann (Referent auf dem Kongress) schreibt in der Idea Spektrum vom 18.12.2006:

„Nach unserer Ansicht beurteilt der biblische Befund gelebte Homosexualität eindeutig als Sünde.“

[siehe auch: Interview kath.net]

Weißes Kreuz
Der Geschäftsführer vom Weißen Kreuz ist seit 2006 Rolf Trauernicht, einer der Referenten des diesjährigen Kongresses.
Bei Wikipedia heißt es zu der Organisation:

„Ein Schwerpunkt des Weißen Kreuzes liegt zur Zeit auf dem Thema Internetsexsucht und Pornographie. Für Betroffene werden Hilfen und Ausstiegsmöglichkeiten angeboten. Auch die Förderung der Ehe und der partnerschaftlichen Beziehung zwischen Mann und Frau ist ein zentrales Anliegen des Weißen Kreuzes. Das Weiße Kreuz vertritt eine stark konservativ-christliche Sexualmoral. So wird beispielsweise dafür plädiert, mit dem Sex bis zur Ehe zu warten. Des Weiteren wird bei Fortbildungsseminaren Homosexualität und Pädophilie als „Identitätsstörung“ gleichgestellt und eine psychotherapeutische Behandlung empfohlen. Bei Stellungnahmen zu Homosexualität werden auch Ansichten von Organisationen wie Wuestenstrom berücksichtigt und die Möglichkeit zur Veränderung der sexuellen Orientierung eingeräumt.“

De‘Ignis
Hierbei handelt es sich um eine Klinik im Schwarzwald, die ein Teil der sogenannten Pfingstbewegung ist. Sie arbeitet eng mit Wuestenstrom zusammen und wird von Ex-Gay-Seiten empfohlen. [Quelle]
Vom hauseigenen Werkstattblatt Nr.12 (geschrieben von Wolfram Soldan, einem der Referenten) mit dem Titel „Homosexualität aus der Sicht Christlicher Psychologie – Der Weg zu einer neuen Identität“ lautet die Beschreibung:

„Unter Christen herrscht große Unsicherheit, wenn es um Homosexualität geht. […] Die Arbeit ergreift Partei für einen Umgang mit homosexuell Empfindenden, der auf einer biblisch begründeten Weltanschauung beruht. Der erste Teil beleuchtet vor allem die wissenschaftstheoretische Seite des Themas. Im zweiten Teil werden beispielhaft Wege zur Überwindung der Homosexualität angeboten.“

[Quellennachweis / Mirror]

DIJG / Offensive Junger Christen
Das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft betreibt die Bildungsarbeit der Offensive Junger Christen. Ihr Schwerpunkt liegt bei Homosexualität und der Stärkung der Ehe. Die OJC ist Mitglied einer Ex-Gay-Dachorganisation und in ihrem Beirat sitzen Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz (Referentin) und Roland Werner (Referent). Die OJC ist z.B. Gründungsmitglied der Positive Alternatives to Homosexuality (PATH) in New Jersey und bringt eigen Zeitschriften und Bücher heraus. Beispielhaft sei hier Joseph Nicolosi mit „Homosexualität muss kein Schicksal sein, Gesprächsprotokolle einer alternativen Therapie (mit R. Werner und C. Vonholdt)“ und das Buch von Richard Cohen „Coming Out Straight. Understanding and Healing Homosexuality“ genannt.
Bei Wikipedia heißt es zum DIJG/OJC:

„Identität gibt es für sie nur als Mann oder Frau, die sich automatisch gegenseitig anziehen und ergänzen. Alles andere wird als Störung der Identität betrachtet.“

Bekannt wurde die OJC durch ihr Seminar „Homosexualität verstehen – Chance zur Veränderung“ beim Christival 2008, das auf Grund von Protesten abgesagt wurde.
[Hierzu Bundestagsdrucksache 16/7917 ]