Termine der Kampagne

Frei und gleich an Würde und Rechten geboren!

Plakat Veranstaltung mit Volker Beck
Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Dem Grundgesetz ist es egal, ob man eine Frau oder Mann ist oder unsere Sprache einen bayerischen oder türkischen Akzent hat. Auch die Frage, ob, wo und welchen Gott man anbetet ist Teil unsere geschützten Freiheit. Dennoch sind homosexuelle Frauen und Männer ebenso wie bisexuelle, transsexuelle oder intersexuelle Menschen rechtlichen und gesellschaftlichen Diskriminierungen ausgesetzt. Als Konsequenz aus der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Selektionspolitik hatte sich der Parlamentarische Rat 1948/49 dafür entschieden, neben dem allgemeinen Gleichbehandlungsgebot des Artikel 3 Absatz 1 GG in Art. 3 Absatz 3 zu verankern:

„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“

Damals vergaß man zwei im nationalsozialistischen Deutschland systematisch verfolgte Personengruppen: Behinderte und Homosexuelle. Im Rahmen der Überarbeitung des Grundgesetzes nach der Angliederung der DDR wurde das Verbot der Benachteiligung aufgrund der Behinderung aufgenommen. Die LGBT-Community wartet auf ein ausdrückliches Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität im Grundgesetz vergeblich. Zuletzt wurde eine Ergänzung des Grundgesetzes im Januar 2011 abgelehnt.

Für unser Grundgesetz ist Artikel 3 elementar. Er definiert das grundsätzliche Recht auf Gleichheit vor dem Gesetz. Doch die Politik, die sich daraus ableitet, ist nicht immer vom Gedanken der Gleichwertigkeit geprägt. Ausgrenzung, beispielsweise für den Islam oder Sinti und Roma, ist Teil bundesrepublikanischer Realität. Mit diesen Verhältnissen geben wir uns nicht zufrieden. In meiner Rede möchte ich die Frage aufwerfen, ob die Verfassungswirklichkeit und Gesellschaft tatsächlich reflektieren, dass wir alle frei und gleich an Würde und Rechten geboren sind, wo das nicht so ist und was wir konkret verändern müssen. (Volker Beck)

Mittwoch, 16.11.2011, 19:30 Uhr
Historischer Rathaussaal, Markt 1, Marburg
Eintritt frei

Veranstalter_innen:
Tuntonia e.V. – Verein für homosexuelle Kultur und Emanzipation e.V.
AStA Marburg – Referat für Homosexualität, Kultur und Wissenschaft (HoKuWi)

Veranstaltung zu Evangelikalismus 17.05.2011

Evangelikalismus vs. emanzipatorische Werte

Fundamentalistische Bibelauslegung, „Judenmission“ und homophobe Politik – der Evangelikalismus kollidiert mit den Werten emanzipatorischen Lebens.
In Deutschland fördern Evangelikale sogenannte Reparativtherapien für homosexuelle Menschen, propagieren die traditionelle, strikt geschlechtsbezogene Erziehung von Kindern und stellen sich gegen die Frauenordination. In den USA sprechen sich Evangelikale gegen Verhütungsmittel und für den „Lebensschutz“ von der Befruchtung der Eizelle an aus. In Uganda sind von US-Amerikaner_innen missionierte evangelikale Politiker_innen für einen Gesetzentwurf verantwortlich, der die Todesstrafe für Homosexuelle fordert.
Homophobie und Frauenfeindlichkeit – nur zwei Punkte, in denen sich die Wertestruktur der evangelikalen Bewegung mit rechten Moralvorstellungen deckt.
So ist es kaum verwunderlich, dass inhaltliche, organisatorische und personelle Überschneidungen zwischen Evangelikalismus und extremer Rechter an vielen Stellen zu Tage treten.
Der Göttinger Theologe Hartwig Hohnsbein und der Kölner Soziologe und Journalist Jörg Kronauer verdeutlichen uns in einer Podiumsdiskussion die Unvereinbarkeit des Evangelikalismus mit emanzipatorischen Werten.

Dienstag, 17.05.2011, 20:00 Uhr
Alte Universität Marburg, großer Seminarraum (01006)
Eintritt frei

Veranstalter_innen:
Zeitgeschichtliche Dokumentationsstelle Marburg (ZDM)

supported by:
FaRoFa – Fachschaft Roter Faden
AFLR – Autonomes FrauenLesbenReferat

Aufruf zur DEMO am 8. März in Marburg

Kommt alle zur Demo nach Marburg am 8. März 2011, zum 100. Internationalen Frauenkampftag.

Treffpunkt: 18 Uhr, Elisabeth-Blochmann-Platz, Marburg

Link: MY BODY MY CHOICE reloaded!

Veranstaltungsreihe „my body my choice“

„My Body My Choice reloaded – Sexuelle Selbstbestimmung in Zeiten des antifeministischen Backlash“

[Flyer]

Film „Abortion Democracy-Poland/South Africa“ (2008) mit Regisseurin Sarah Diehl
24.01.2011
20 Uhr, Trauma-Kino

Buchvorstellung „Anrufungen zur Mutterschaft“ (2010) mit Autorin Lena Correll
03.02.2011
19.30 Uhr, Trauma

Vortrag „Current challenges for reproductive freedom in the US“ mit Dozentin Abigail Sherwood
08.02.2011
19.30 Uhr , Havanna 8

Film: ROCK HAVEN
Regie David Lewis, Kanada 2007
Donnerstag, 21. 10. 2010
20 Uhr CAPITOL-Center Marburg
(barrierefreier Kinosaal)

Der tiefreligiöse Brady zieht mit seiner Mutter in das kleine Küstenstädtchen Rock Haven, wo seine Mutter eine christliche Schule begründen will. Hier trifft er auch zum ersten Mal auf Clifford, zu dem er sich sofort hingezogen fühlt. Doch Homosexualität und religiöser Fundamentalismus sind nicht zu vereinbaren…
Eintritt: Studis € 4,50, regulär € 6,00

mehr: AStA-HoKuWi

DI – 01.06.2010 – 20 UHR – CINEPLEX Marburg
(barrierefreier Kinosaal)

DU SOLLST NICHT LIEBEN
Regie: Haim Tabakman, Isr/FR/D 2009

Aron ist ein angesehener Fleischer in der ultraorthodoxen jüdischen
Gemeinde in Jerusalem. Der Ehemann und Vater von vier Kindern gerät in
eine tiefe Krise, als er sich in Ezri verliebt – einen 22-jährigen
Studenten, der ihm in seinem Geschäft aushilft. Zunächst begreift er
seine Gefühle als religiöse Herausforderung, doch als beide Männer
schließlich ihrer Leidenschaft nachgeben, wächst der Druck der
Gemeinde auf Aaron. Da er keinen Weg sieht, seine Gefühle mit den
religiösen Regeln in Einklang zu bringen, fasst er einen radikalen
Entschluss.

‚Du sollst nicht lieben‘ taucht in den Mikrokosmos streng gläubiger
ultraorthodoxer Juden ein. Dort geht es extrem züchtig zu, selbst
unter Heterosexuellen. Es herrscht striktes Patriarchat, und die
Religion greift allgegenwärtig in die Leben der Menschen ein. In der
Öffentlichkeit wachen ein Religionsrat und Rabbiner
(Geistliche/Priester) über die Einhaltung der religiösen Regeln und
Gebote mit harter Hand.

mehr: AStA-HoKuWi

bisherige Termine

DO – 22.10.2009 – 20 UHR – CAPITOL
(barrierefreier Kinosaal)

For the bible tells me so
Regie: Daniel G. Karslake, USA 2006
engl. OF

So steht es in der Bibel geschrieben?, das ist die Argumentation, die
fundamentalistische Christen zur Rechtfertigung ihrer Homophobie
anbringen. For the Bible Tells Me ist eine außergewöhnliches Porträt
von fundamentalistischen Eltern lesbischer und schwuler Kinder.
Fünf streng religiöse Familien werden interviewt – über ihren Alltag,
ihre Religiosität. Vor allem aber darüber, wie die Homosexualität
ihrer Kinder ihr Leben veränderte. Neben den Familien kommen auch
hochrangige Würdenträger verschiedener Konfessionen zu Wort. Ein
dokumentarischer Blick auf das, was die Bibel laut Lehrmeinung über
Homosexualität sagt – und was sie wirklich sagt.

Donnerstag, 14.05.2009
Vortrag, Diskussion und Filmvorführung mit Sarah Diehl
Beginn: 19:00 Uhr
Ort: Havanna 8 (Lahntor 2)
[Infos]

Donnerstag, 21.05.2009
Demonstration gegen den Kongress
Beginn: 10:30h
Ort: Hauptbahnhof Marburg
[Aufruf / Flyer]

Reden

  • ak linker feminismus Berlin
  • DGB-Mittelhessen
  • radical Homos Göttingen
  • redical m Göttingen
  • Donnerstag, 21.05.2009
    Vortrag von Frau Dr. Gisela Wolf, Dipl. Psych.zu Konversions-“Therapien“
    Beginn: 20:30h
    Ort Café am Grün
    [Flyer]

    Donnerstag, 21.05.2009
    18.00 Uhr vegane VoKü im AK44 Gießen
    20.00 Uhr Konzertbeginn:
    Evenworse, So far away, Caliber , Call McClane, Reach for everything

    Mittwoch, 08.07.2009
    „Schwule Theologie als Befreiungstheologie von und für gleichgeschlechtlich liebende Menschen“
    Vortrag mit PD Dr. Wolfgang Schürger
    20h, Milchbar
    [Referat für Homosexualität, Kultur und Wissenschaft]

    Donnerstag, 09.07.2009
    „Christlicher Fundamentalismus auf dem Vormarsch?“
    Vortrag von Jörg Kronauer
    Beginn: 18:00 Uhr
    Ort: Hörsaal 7, HSG (Biegenstr. 14)
    [mehr Infos]

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