3. Pressemitteilung

3. Pressemitteilung
Seit kurzem hat sich eine „Initiative für Freiheit und Selbstbestimmung“ gegründet, die den 6. Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge gegen unsere Kritik in Schutz nehmen will. Die Initiative tritt dafür ein, dass die Homo-Heiler ihr Gedankengut frei verbreiten dürfen. Dabei berufen sie sich auf die Meinungsfreiheit und die Wissenschaftsfreiheit. Laut Hartmut Rus vom Lesben- und Schwulenverband handelt es sich bei den Unterzeichner_innen um die „Crème de la Crème der Homohasser“. Werbung für diese Liste machen Publikationen der Neuen Rechten wie die Junge Freiheit (1) oder die homophobe und antisemitische Internetseite kreuz.net / „Katholische Nachrichten“ (2).

Einer der bekanntesten und lautesten unter den Erstunterzeichner_innen ist Norbert Geis (MdB, CSU). In seinem Text „Ehe und Familie müssen das Leitbild bleiben“ (3) über die sogenannte Homo-Ehe schrieb er:

„Gerade aufgrund ihrer Feinfühligkeit empfinden viele Homosexuellen ihre Sexualpraktiken selbst als pervers. All dies führt nicht selten zur Frustration und zur Verzweiflung . […] Die Gesellschaft, solange sie noch gesund empfindet , wird diese sexuelle Lebensform nie als gleichberechtigt mit der Lebensform von Mann und Frau anerkennen. Die Menschen haben immer gewusst […] dass Homosexualität eine Verirrung darstellt. Zwar wird den Jugendlichen heute eingehämmert , Homosexualität sei etwas ganz normales[…]. Die meisten werden es jedoch nicht glauben, weil sie […] intelligent genug sind, solche Parolen richt[ig] einzuordnen.“

Am deutlichsten wird Geis in dem Abschnitt: Die Perversion beim Namen nennen

Es ist … an der Zeit, dass diese Lebensform [Homosexualität, N.N.] endlich auch in der Öffentlichkeit als das bezeichnet wird, was sie ist: die Perversion der Sexualität. Die Aufdringlichkeit, mit der sich Homosexuelle öffentlich prostituieren, ist nur noch schwer zu ertragen. Sie lassen jede Scham vermissen. Der Verlust der sexuellen Scham aber ist immer ein Zeichen von Schwachsinn, wie es Freud formuliert hat. Deshalb muss in der Öffentlichkeit Widerspruch laut werden, damit der Schwachsinn nicht zur Mode wird.“

Norbert Geis hat gemeinsam mit Christl Ruth Vonholdt und Markus Hoffmann ein Buch zum Thema Homo-Ehe veröffentlicht, indem derselbe Aufsatz zu finden ist.

Die Pressesprecherin vom Bündnis „Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus“ Nora Nebenberg ließ zu der Initiative verlauten:

„Dazu gibt es nichts mehr zu sagen. Wenn sich solche Persönlichkeiten wie Norbert Geis oder Publikationen der Neuen Rechte wie die Junge Freiheit hinter den Kongress stellen, sehen wir uns in unserer Kritik erst recht bestätigt. Jetzt ist es an der Zeit, dass Herr Vaupel und die Unileitung endlich reagieren!“

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(1) http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.154+M5b4b6409b2e.0.html.
(2) http://www.kreuz.net/article.9033.html.
(3) http://web.archive.org/web/20020211170123/http://www.bundestag.de/mdbhome/Geis_No0/eheundfamilie.htm.