2. Pressemitteilung

RICHTIGSTELLUNG
Auf Grund der oft fehlerhaften Berichte, nicht nur in der WELT, sieht sich das Bündnis zu einer Gegendarstellung gezwungen, die wir bitten, in der zukünftigen Berichterstattung zu berücksichtigen.

In der WELT vom 17.4.09 heißt es:

Vom 20. bis zum 24. Mai soll in Räumen – nicht in der Trägerschaft – der Stadt Marburg und der Philipps-Universität der „6. Internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge“ stattfinden, dem ein Bündnis aus Grünen, Jungen Liberalen und Schwulengruppen „Sexismus, Homophobie und Fundamentalismus“ vorwirft.

Das ist falsch. Dem Bündnis gehören weder die Grünen, noch andere Parteien oder parteinahe Organisationen an. Das Bündnis arbeitet basisdemokratisch und nicht unter „Federführung des Schwulenreferats“ (FR). Unabhängig von dem Bündnis haben Grüne, JuLis und SPD-Mitglieder sich ebenfalls kritisch zu dem Kongress geäußert.

Weiter heißt es in der WELT:

Der Protest richtet sich nicht gegen den Kongress – auf dem Theologen und Psychologen über christliche Identität reden –, sondern gegen einzelne Referenten. Denen wird vorgeworfen, sie hielten Homosexualität für heilbar, wollten Schwule therapieren und zu bibelgemäßer Sexualität bewegen.

Das ist falsch. Die Sprecherin des Bündnisses Nora Nebenberg sagte dazu:
„Unser Protest richtet sich explizit gegen den gesamten Kongress. Unsere Kritik machen wir zwar an einzelnen Referent_innen deutlich, aber auf Grund vielseitiger Verbindungen und Verknüpfungen in fundamentalistische Kreise und Kritik an unzähligen Referent_innen und ihren Organisationen richtet sich unser Protest gegen den Kongress als solchen. Dass es auf dem Kongress nicht um das Thema Homosexualität geht, nehmen wir nicht als Entschuldigung dafür an, homophoben und evangelikalen Referent_innen dort ein Forum zu bieten. Wir sehen ihre sexistischen und homophoben Auswüchsen wie M. Gerlach, M. Hoffman, Roland Werner und C. Vonholdt nur als Spitze des Eisberges.“

Das menschenverachtende Positionen unter dem Deckmantel der Meinungsvielfalt oder gar der Freiheit akzeptiert werden, führt die Positionierung der Akademie und ihrer Rechtfertigungen ad absurdum.
Dr. Detlev Buchholz, Präsident der FH Frankfurt formulierte dies in einer Pressemitteilung des AStA der FH folgendermaßen:
„An der Universität Marburg, scheint man den Sinn der freiheitlich-demokratischen Grundordnung anders zu deuten und geht den entsprechend umgekehrten Weg. Da werden Gleichstellungsreferate und die Öffnung der „Dual Career Services“ für Homosexuelle zum Feigenblatt, wenn man gegenüber homophoben Beiträgen in Universitäts-Veranstaltungen kein Rückgrat zeigt.“

Es ist kaum verwunderlich, dass der Kongress aus dem rechten Lager Unterstützung erhält. So haben bereits die Junge Freiheit und Publizisten des rechten Internetportals kreuz.net sich positiv zu dem Kongress geäußert.