DEMO GEGEN DEN KONGRESS „SEXUALETHIK UND SEELSORGE“

Den gemeinsamen Redebeitrag mit dem Autonomen FrauenLesbenReferat von der Demonstration findet ihr hier.

23. Mai 2014 in Kassel

KEIN RAUM FÜR SEXISMUS, HOMOPHOBIE UND

RELIGIÖSEN FUNDAMENTALISMUS!

In Kassel findet Ende Mai ein Kongress zum Thema Sexualethik und Seelsorge statt. Organisiert wird das Ganze vom Weißen Kreuz. Dieses vertritt eine stark konservativ-christliche Sexualmoral und sieht Homosexualität und Pädophilie gleichgestellt nebeneinander.

Als Referent_innen sind u.a. die Leiterin des Instituts für Jugend und Gesellschaft (DIJG), eine Ex-Gay-Dachorganisation, Christl Ruth Vonholdt sowie Markus Hoffmann, Leiter der umstrittenen Organisation Wüstenstrom eingeladen. Diese ist eine psychologische Beratungsorganisation, deren Hauptaufgabe die ‚Heilung‘ von Homosexualität zu sein scheint. Markus Hoffmann schreibt in der Idea Spektrum (2006): „Nach unserer Ansicht beurteilt der biblische Befund gelebte Homosexualität eindeutig als Sünde.“ Unter dem Deckmantel der Wissenschaft verbreiten die zahlreichen Referent_innen ein konservatives Bild von der heterosexuellen Ehe als einziges Lebensmodell und stigmatisieren Homosexualität als krankhaft und nicht erwünscht.

Um den Kongress nicht kommentarlos vorübergehen zu lassen, hat sich ein Bündnis aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen wie dem CSD Kassel, Parteien und Hochschulreferaten gegründet.

Wir finden es wichtig, eine linksradikale Perspektive mit einzubringen und rufen deshalb dazu auf, am 23. Mai gemeinsam nach Kassel zu fahren. Uns geht es nicht nur darum, besorgt auf die Homohasser_innen zu blicken, sondern vielmehr darum, das rechtskonservative Weltbild und den gesellschaftlichen Einfluss evangelikaler Strukturen aufzuzeigen und dem etwas entgegenzusetzen.

Für sexuelle Selbstbestimmung! Fundis wegboxen!

Demo: Freitag, 23. Mai 2014 // 16 Uhr // Hauptbahnhof-Vorplatz Kassel

Treffpunkt in Marburg: Zugabfahrt 14.20 Uhr // Hauptbahnhof Marburg

Wer die Fundis direkt ärgern möchte:

Kundgebung direkt vor dem Tagungsgebäude (Leuschtnerstraße 72b)

Samstag, 24. Mai 2014 // 14-16 Uhr

via AFLR Marburg

Gegen fundamentalistische Glaubensveranstaltungen in der Universität

Am Mittwoch, den 29.1.2014 soll in der Marburger Universität wieder einmal eine christlich-evangelikale Glaubensveranstaltung stattfinden. Die SMD (Studenten Mission Deutschland) Marburg läd ein zu einer Veranstaltung: „Akademikerinnen und Akademiker sprechen über die Vereinbarkeit ihrer Forschungsarbeit mit dem persönlichen Glauben“. An der Formulierung wird deutlich: Es handelt sich nicht um eine wissenschaftliche Veranstaltung, eine Außeinandersetzung zum Thema Glauben und Wissenschaft, sondern um die Vereinbarung der Forschung mit dem eigenen Glauben – eine Nichtvereinbarkeit steht nicht zur Debatte. Wir kritisieren, dass die Universität den Raum gibt für Veranstaltungen dieser Art. Die SMD ist eine fundamentalistische Vereinigung, deutlich zeigt sich das auch dadurch, dass ein Redner, Dr. Alexander Fink aus der Physik die aktuelle LGBT-feindliche Petition gegen den Bildungsplan in Baden-Würtemberg unterschrieben hat. Damit wird einmal mehr deutlich, wie eng die Verknüpfungen von fundamentalistischen christlichen Gruppierungen und LGBT-Feindlichkeit ist.
Wir lehnen diese Veranstaltung aufs schärfste ab!
Kein Raum für Sexismus, Homo& Transphobie und religiösen Fundamentalismus!

Eine Linksammlung zur Petition findet ihr bei Karnele.

Außerdem schreibt das AFLR Marburg über einen heterosexistischen Angriff auf ihr Referat, der im Kontext der aktuell LGBT-feindlichen Präsenz steht.

Willkommen

Willkommen auf der Internetpräsenz des Bündnisses „Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religösen Fundamentalismus“, welches sich kritisch mit dem Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge der gleichnamigen Akademie auseinandersetzt.

Neuauflage des Readers zu den Protesten erschienen

zum download bei uploaded.net
zum online lesen bei calameo
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Kongress in Würzburg

Seit gestern, dem 8.Mai, findet in Würzburg der evangelikale Kongress der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge statt. Dieser Kongress setzt sich zum Ziel, christliche Seelsorge und Psychotherapie zu verbinden. Dabei spielen evangelikale Werte eine große Rolle, die Vorstellung von Ehe zwischen Mann und Frau sowie traditionelle Vorstellungen von Familie prägen dieses Bild, vor dessen Hintergrund Menschen therapiert werden sollen. Homosexualität als Sünde, Abtreibung als Mord, traditionelle Geschlechterrollen als Gottes Gesetz – Evangelikale sind leider kein Randphänomen sondern greifen oft ungehindert und unkommentiert in das Leben vieler Personen ein, die nicht diesen Normen nach ihr Leben leben wollen.
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Offenen Brief unterzeichnen!

Offener Brief gegen die Unterstützung fundamentalistischer Abtreibungsgegner durch die CDU/CSU

Am 18. September 2010 fand in Berlin der „Marsch für das Leben“ statt, der vom „Bundesverband Lebensrecht“ organisiert wurde. Bei dieser Demonstration wurden verschiedene Grußworte von prominenten Mitgliedern der CDU und CSU verlesen, unter anderem von Annette Schavan (Bundesministerin für Bildung und Forschung), Karl-Theodor zu Guttenberg (Bundesverteidigungsminister), Volker Kauder (Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion), Wolfgang Bosbach (Innenausschuss-Vorsitzender des Deutschen Bundestages), Peter Müller (Ministerpräsident des Saarlands), Martin Kastler (CSU-Europaabgeordneter), Johannes Singhammer (CSU-Abgeordneter), Philipp Mißfelder (Vorsitzender der Jungen Union). [mehr]

Verfolgungswahn rechtskonservativer Christen

Die evangelikale Bewegung in Marburg geht mit ihrer Hetze gegen den berechtigten Protest gegen homophobe und sexistische Diskurse und Aktionen durch religiöse Fundamentalist_innen in die zweite Runde. Um von ihren eigenen menschenverachtenden Diskursen abzulenken, die sich oftmals in handfeste politische Einflussnahme sogar auf Bundesebene manifestieren (Verhinderung, dass Homosexuelle heiraten können und Frauen legal abtreiben, die staatliche Protektionierung des Lebensgemeinschaftsmodells der patriarchalen Kleinfamilie u.s.w.), verdrehen sie nun einfach die Täter-Opferrolle und sehen sich als die Verfolgten an. (mehr…)

Hofberichterstattung an der OP?

Offener Brief an Herausgeber und Chefredakteur der Oberhessischen Presse

Sehr geehrter Herr Hitzeroth, sehr geehrter Herr Linne,

dank des investigativen Journalismus von „Campus TV“ („Über die Medien beim APS-Kongress in Marburg“) ist nun öffentlich geworden, was der Herausgeber der OP meint, wenn er sein Unternehmen als „kompetente[n] Medien-Dienstleister und Werbepartner“ anpreisen lässt (siehe OP-Website).
Jüngst leistete die OP nämlich der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge (APS) einen recht bemerkenswerten Dienst. (mehr…)

8. Pressemitteilung

Protest erfolgreich!

Mit der Forderung „Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus“ demonstrierten heute rund 1000 Menschen in Marburg. Anlass war der 6. Internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge, der seit Wochen scharfer Kritik ausgesetzt ist. „Unser Protest ist vielfältig, kreativ und erfolgreich!“, so Bündnismitglied Nora Nebenberg. „Ein breites Spektrum von bundesweit politisch, wissenschaftlich und gesellschaftlich aktiven Gruppen und Einzelpersonen hat gezeigt, dass pseudowissenschaftliche, diskriminierende Meinungen in öffentlichen Gebäuden nichts zu suchen haben.“
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7. Pressemitteilung

Nicht den Protest, sondern den Kongress skandalisieren!

Das Bündnis „Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus“ kritisiert scharf das Vorgehen der Stadt und des Ordnungsamtes gegen den Protest des Bündnisses. Während die Stadt Marburg, die politischen Fraktionen des Stadtparlamentes und die Universitätsleitung, trotz schwer wiegender Vorwürfe gegen ReferentInnen und deren Organisationen, weiterhin keinen Handlungsbedarf sehen dem Kongress für Psychotherapie und Seelsorge die Räume zu entziehen, besteht offensichtlich von allen Seiten der Bedarf sich pro forma von möglichen „Gewaltdelikten“ abzugrenzen, die dem Bündnis unterstellt werden. Das Bündnis hat eine friedliche Demonstration angemeldet. Das Ordnungsamt hat der politischen Lage entsprechend nun restriktive Auflagen für die Demonstration gemacht, die völlig untypisch für Marburger Verhältnisse sind und die viel beschworene Meinungsfreiheit für KritikerInnen ad absurdum führen. (mehr…)

6. Pressemitteilung

Kongress bekommt Unterstützung von Neonazis!
Der umstrittene „6. Internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge“, der vom 20. bis zum 24. Mai in Marburg geplant ist, bekommt neben Unterstützung aus rechtskonservativen Kreisen nun auch Rückendeckung aus dem extrem rechten Milieu von NPD und DVU. Das Bündnis „Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus“ zeigt sich schockiert über die Argumentationsparallelen zwischen KongressveranstalterInnen und extremer Rechte und bekräftigt die Aufforderung, dieser Veranstaltung auf der Demonstration am Donnerstag, 21.05.2009, eine entschlossene Absage zu erteilen. (mehr…)